Fadumo Korn berichtet über die Arbeit von NALA e.V.

NALA e.V. ist eine Gruppe für Flüchtlingsmädchen in München, die von weiblicher Genitalverstümmelung (englisch female genital mutilation, kurz FGM) betroffen sind. 

 

Am Freitag haben sich Präsidentin Petra Uebler und zwei weitere Clubschwestern mit Fadumo Korn getroffen. Fadumo ist 1. Vorsitzende bei NALA e.V. Fadumo Korn wurde 1964 in Somalia geboren und ist selbst als siebenjährige dem Ritual der Beschneidung unterzogen worden. An den Folgen leidet sie bis heute. Im September 2011 wurde sie mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet. Von ihr stammen auch die Bücher „Geboren im großen Regen. Mein Leben zwischen Afrika und Deutschland“ und „Schwester Löwenherz. Eine mutige Afrikanerin kämpft für Menschenrechte“.

Zudem hat Fadumo Korn in Burkina Faso im Ort Ouagadougou das „Gartenprojekt“ ins Leben gerufen: Auf einem 1 ha großen, von einem örtlichen Clanoberhaupt angepachtetem Grundstück ist ein Gebäude errichtet worden. Dort leben und wirken mit einer Art „Generationenvertrag“ Frauen: junge Frauen bestellen das Land mit Früchten und Gemüse und generieren daraus ein Einkommen. Ein Teil des Gewinns wird in einen Sozialfond eingezahlt, der alten und alleinstehenden Frauen, die im Garten wohnen dürfen, ein Auskommen und Unterhalt ermöglicht. Mit dieser Arbeit werden die Frauen gestärkt, gefördert, unabhängig und eigenständig. Dies versetzt sie auch in die Lage, sich gegen den gesellschaftlichen Druck der Beschneidung ihrer Töchter zu entscheiden.

 




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